Was sind für uns die zentralen Aufgaben beim Aufbau der Solidarischer Ökonomie Bewegung in einem Land heute?
Rosa-Luxemburg-Stiftung- Datum
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Solidarische Ökonomie: Gesellschaft verändern, nicht nur anders wirtschaften
Beschreibung Foto: Laura Burzywoda Kann man den Kapitalismus verändern, indem man schon heute beginnt, anders zu wirt-schaften? Diese Frage steht im Zentrum der Solidarischen Ökonomie und des Denkens des brasilianischen Ökonomen und Sozialisten Paul Singer (1932–2018). Für Singer beginnt gesellschaftliche Transformation nicht erst mit einer politischen Revolution oder der Übernahme staatlicher Macht. Sie beginnt auch dort, wo Menschen sich zusammenschließen, Betriebe selbst verwalten und wirtschaftliche Prozesse demokratisch und solidarisch organisieren. Solche Praktiken sind für ihn nicht bloß Nischen innerhalb des Kapitalismus, sondern mögliche Ausgangspunkte für einen demokratischen Sozialismus von unten. Doch wie können solidarische Projekte über einzelne Initiativen hinauswirken und zu einer umfassenderen gesellschaftlichen Transformation beitragen? Wie lassen sich Selbstorganisation und demokratische Verfügung über wirtschaftliche Ressourcen gegen Marktzwänge und Konkurrenz behaupten? Und wie kann aus solidarischer Praxis eine politische Bewegung entstehen, die über die bestehenden Verhältnisse hinausweist? Mit „Eine militante Utopie. Den Sozialismus neu denken: Solidarische Ökonomie gegen den Neoliberalismus“ erscheint Singers Werk erstmals auf Deutsch. Angesichts der multiplen Krisen des Kapitalismus – von wachsender sozialer Ungleichheit über ökologische Zerstörung bis zur Krise demokratischer Institutionen – sind seine Überlegungen zur Solidarischen Ökonomie und zu einer gesellschaftlichen Transformation von unten von ungebrochener Aktualität. Die deutsche Erstveröffentlichung bietet Anlass, sein Denken neu zu erschließen und nach seiner Bedeutung für heutige solidarische Praxen und politische Auseinandersetzungen zu fragen. Die Veranstaltung bringt Singers Überlegungen mit Erfahrungen und Debatten aus Brasilien, Mexiko und Deutschland ins Gespräch. Welche Antworten entwickeln solidarische Projekte und Bewegungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten auf die Krisen des Kapitalismus? Welche Möglichkeiten und Widersprüche zeigen sich beim Aufbau selbstverwalteter und solidarischer Wirtschaftsformen? Und was lässt sich aus diesen Erfahrungen für die Perspektive einer umfassenden gesellschaftlichen Transformation lernen? Gemeinsam wollen wir diskutieren, welches Potenzial in der Solidarischen Ökonomie liegt – nicht nur als Alternative im Kleinen, sondern als Ansatzpunkt für eine andere gesellschaftliche Zukunft. Michael Löwy berichtet über seine persönliche Beziehung zu Paul Singer und stellt dessen sozialistische Utopie vor. Große nationale und internationale Kongresse zu dieser solidarischen Wirtschaftsweise (SÖ) wurden zusammengerufen und von Dagmar Embshoff mit einem Forum koordiniert. Sie eröffneten bei uns internationale Dialoge. Auch in extremen gewalttätigen Konflikten kann solidarische Kommunikation einen Aus-gangspunkt für den Aufbau regionaler solidarischer Ökonomien bilden. Carolina Rosas Heimpel berichtet über Ciudad Juarez/ Mexico im Dialog mit der RLS. In Brasilien bildete das Internationale Sozialforum 2001 eine Arbeitsgruppe SÖ und forder-te den Sieger der Präsidentschaftswahl, Luis Inacio da Silva auf, ein Staatssekretariat für Solidarische Ökonomie zu bilden, das den Aufbau von unten im ganzen Land fördern sollte. Rosangela Alves Bolte berichtet. An der Universität Kassel lehrte Paul Singer 2002 Solidarische Ökonomie, nahm an einem Kongress der Internationalen Partnerschaften des DAAD teil. In diesem Dialogprozess fragt Clarita Müller-Plantenberg : „Was sind für uns die zentralen Aufgaben beim Aufbau der Solidarischer Ökonomie Bewegung in einem Land heute?“ Moderation: Judith Dellheim , ehem. Referentin für Solidarische Ökonomie in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie ist Mitglied des Sustainable Europe Research Institute (SERI) und im Lenkungsausschuss der Arbeitsgruppe European Economists for an Alternative Economic Policy in Europe (EuroMemo). Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Michael Löwy, Dagmar Embshoff, Carolina Rosas Heimpel und Rosángela Alves Bolte werden digital dazugeschaltet. Anmeldung erwünscht, s.o. Standort Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit Zugänglichkeit Rollstuhlgerechter Zugang Fahrstuhl rollstuhlzugänglich Assistenzhunde erlaubt Öffentlicher Nahverkehr Weitere Informationen zur Zugänglichkeit Kontakt Jonah Hahn Teilen: Seite teilen via Twitter (neues Fenster) Seite teilen via Facebook (neues Fenster) Seite teilen via Diaspora (neues Fenster) Seite teilen via E-Mail Seite drucken
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