Buchcover: Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi

Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi

Ruth Reinecke

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Datum
Ort
Gedenkort Berliner Frauengefängnis Barnimstraße
Adresse
Weinstraße 2, 10249 Berlin
Verlag
Rosa-Luxemburg-Stiftung

Hans Coppi jr.: „Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi“

Beschreibung Die Veranstaltung findet an dem Ort statt, wo Hilde Coppi 1942/43 inhaftiert war und Hans Coppi jr. zur Welt brachte: dem Berliner Frauengefängnis Barnimstraße. Im September 1942 werden Hans und Hilde Coppi verhaftet. Sie gehören zu einem Widerstandsnetzwerk, das von der Gestapo unter dem Fahndungsbegriff „Rote Kapelle“ dem sowjetischen militärischen Nachrichtendienst in Westeuropa zugeordnet wird. Vom Reichskriegsgericht, dem obersten Gericht der Wehrmacht, werden sie zum Tode verurteilt. Im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße bringt Hilde Coppi am 27. November 1942 ihren Sohn Hans zur Welt. Sie kann ihr Kind noch einige Monate stillen, ehe sie am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee unter dem Fallbeil stirbt. Hans Coppi wird dort bereits am 22. Dezember 1942 enthauptet. Hans Coppi jr. hat seine Eltern nie kennengelernt. Er wächst in der DDR auf, kennt vor allem die offizielle Darstellung seiner Eltern und wird wegen deren Widerstandstätigkeit zur öffentlichen Person. Erst Ende der 1980er-Jahre beginnt er, das Wirken seiner Eltern zu erforschen. Nach dem Mauerfall arbeitet er an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand an diesem Thema weiter. In zahlreichen Archiven kann er ihm bislang unbekannte Dokumente einsehen, Fakten über seine Eltern erfahren und ist mit Büchern und Ausstellungen an der Dekonstruktion der angeblich kommunistischen Spionageorganisation „Rote Kapelle“ beteiligt. Ausführliche Biographien über seine Eltern zu schreiben, ist Hans Coppi jr. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich. Seine enge Kollegin und langjährige freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Dr. Geertje Andresen, hat in Absprache mit ihm aus seinem Vorlass mehrere Arbeiten über Hans und Hilde Coppi und die „Rote Kapelle“ in einer Publikation herausgegeben, die sie an diesem Abend vorstellt. Die Frauengeschichtsforscherin Claudia von Gélieu vom Netzwerk Frauentouren, die die Geschichte des Berliner Frauengefängnis aufgearbeitet hat, berichtet in ihrem Vortrag über Hilde Coppi auf der Mutter-Kind-Station der Haftanstalt. Die Schauspielerin Ruth Reinecke liest aus den im Buch veröffentlichten Briefen, die aus den Todeszellen von Hans Coppi an seine Frau und von Hilde Coppi an ihre Mutter und ihre Schwiegereltern 1942/43 geschrieben wurden. Das Buch aus dem Verlag Walter Frey kann bei der Veranstaltung erworben werden. Eintritt frei, um eine Anmeldung wird gebeten: frauentouren@t-online.de Eine Veranstaltung von Frauentouren – www.frauentouren.de in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Standort Kontakt Dr. Julia Killet Referentin für historisch biografisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung E-Mail: julia.killet@rosalux.org Telefon: +49 30 44310 121 Teilen: Seite teilen via Twitter (neues Fenster) Seite teilen via Facebook (neues Fenster) Seite teilen via Diaspora (neues Fenster) Seite teilen via E-Mail Seite drucken

Zur Veranstaltung / Tickets →

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